PRESSEMITTEILUNG des BWE vom 26. Nov. 2006


Frischer Wind für Baden-Württemberg

Neuer Landesvorsitzender im Bundesverband WindEnergie

Der baden-württembergische Landesverband des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) hat am 26. Nov. 2006 mit Dr. Walter Witzel einen neuen Landesvorsitzenden gewählt. Dr. Witzel ist langjähriges Mitglied des BWE und war Energiepolitscher Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag.

"Baden-Württemberg hat exzellente Windverhältnisse," unterstrich Dr. Witzel in seiner Antrittsrede. "Durch politische und administrative Verhinderungsstrategien entwickelt sich die Windenergie bei uns aber deutlich schlechter als in anderen Bundesländern. Baden-Württemberg hat versäumt, von der dynamischen Entwicklung der Erneuerbaren angemessen zu profitieren. Selbst Bayern hat uns inzwischen überholt. Dort wurden im ersten Halbjahr 50 MW neu installiert. In Baden-Württemberg lediglich 9,6 MW. Damit ist Baden-Württemberg Schlusslicht und hat die rote Laterne der großen Flächenländer."

Der neue BWE-Landesvorsitzende ist angetreten, die Windenergie in Baden-Württemberg voranzubringen. Angesichts der Notwendigkeit, unser Klima zu schützen und den Verbrauch von fossilen Rohstoffen zu senken, kann auf die Windenergie auch in Baden-Württemberg nicht verzichtet werden, denn sie kann rund 10% des baden-württembergischen Stroms erzeugen.

"Baden-Württemberg hat eine Tradition der Windkraftentwicklung, die bis in die 40er Jahre zurückreicht. Das erste deutsche Windtestfeld wurde von der Universität Stuttgart auf der Schwäbischen Alb eingerichtet," betonte Witzel. "Der neue Windenergie-Lehrstuhl an der Uni Stuttgart knüpft ebenso an diese Tradition an, wie die über 200 Zulieferer der Windindustrie, die in Baden-Württemberg sitzen, darunter Firmen wie Liebherr oder Voith Turbo."

Die Windkraft hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wachstumssektor im Anlagenbau entwickelt mit einem Exportanteil von über 70% und einem Umsatz von 7,4 Mrd. Euro. Diese internationale Entwicklung ist ohne einen starken deutschen Markt undenkbar. Baden-Württemberg muss hier eine Führungsrolle übernehmen, wenn es wirtschaftlich von diesem Wachstumsmarkt profitieren will.