PRESSEMITTEILUNG des BWE-Baden-Württemberg vom 16. Jan. 2007


Windkraftleistung in Baden-Württemberg deutlich gestiegen

2006 wurden 34 neue Windräder mit einer Leistung von 62,6 MW neu errichtet

Witzel: Regionalplanung begrenzt weiteren Ausbau

Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr für die Windenergie in Baden- Württemberg. 34 neue Windräder mit einer Leistung von 62,6 MW gingen ans Netz. Landesweit bleibt die Gesamtzahl der aufgestellten Anlagen aber weiterhin deutlich hinter dem Potential des Landes zurück. Wie groß dieses Potential ist, zeigen Windräder an Standorten im Schwarzwald, die 2006 deutschlandweit zur Spitzengruppe zählen.

„Ich freue mich sehr, dass die Windkraft in Baden-Württemberg sich in 2006 so positiv entwickelt hat,“ so Dr. Walter Witzel, Landesvorsitzender des Bundesverbandes Windenergie in Baden-Württemberg. „Leider sind die Perspektiven für einen weiteren Ausbau düster, denn die Genehmigungen für die 2006 gebauten Anlagen wurden meist vor der Umsetzung der Regionalplanung erteilt.“ Wenn die überaus restriktiven Regeln des Landesplanungsgesetzes in allen Regionalplänen umgesetzt sind, ist nach Witzel ein deutlicher Rückgang des Ausbaus der Windkraft zu erwarten. Witzel: „Die jetzigen Zahlen beruhen weitgehend auf alten Genehmigungen.“

Erfreulich hat sich das Windjahr 2006 auch in den Produktionszahlen ausgewirkt. So hat ein 1,8 MW-Windrad in Yach (Rohrhardsberg) mit einer beachtlichen Jahresproduktion von 3,6 Mio. kWh einen der besten Ertragswerte in Baden-Württemberg und ist auch bundesweit eine der Spitzenanlagen. Spezifisch noch besser ist das Windrad auf dem Brandenkopf mit 1 MW, das mit 2,3 Mio. kWh über 2.300 Volllaststunden erreichte. Zusammen haben beide Windräder damit genug Strom für rund 2.000 Haushalte erzeugt.

„Baden-Württemberg ist ein hervorragender Windenergiestandort mit großem Potential“, unterstrich Witzel. „Windkraft könnte hier rund 10% zur Stromversorgung beitragen - und damit sowohl den Klimaschutz als auch die regionale Wertschöpfung entscheidend voranbringen.“